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Etwa Rheinhektometer 554,85,19.02.2011    Kollisionsspuren der TMS "Waldhof" am Rheinufer? 

20110220.02.01, 56329 St. Goar, wdz

(1) Hat dies die TMS "Waldhof" getan?
Kollisionsspuren am gegenüberliegenden Rheinufer oberhalb der am 13.01.2011 am Rheingrund  aufgelaufenen, bereits gekenterten TMS "Waldhof"

 

Etwa bei Rheinhektometer 554,85  ist, seit dem das Hochwasser die Promenade zur Loreley auf der Seite von St. Goar wieder freigegeben hatte, ein frischer Schaden des mit Schiefer gestickelten Ufers und der vorgeschütteten Steinbrocken deutlich sichtbar. Nur ein paar Meter rheinaufwärts vor den etwas höher über NN liegenden Schäden die durch die TMS "Svenja Reich" bei Hochwasser am 11. Dezember 2010 verursacht wurden. 

Die neue 'Bucht' könnte durch den Bug der bereits gekenterten TMS "Waldhof" hergestellt worden sein. Dies würde auch die Spuren am Bug begreifbar machen.

Im Zusammenhang mit dem Unfall der TMS Waldhof kommen zwingend Fragen auf, selbst wenn dieser Uferschaden nicht von der TMS "Waldhof" stammt:

1. Wurden die Schiffer - besonders die Schiffer baugleicher TMS -  über diesen massiven Unfall der TMS "Svenja Reich", auch wenn er 'zufällig' glimpflich verlief, gezielt informiert?

2. Wurden die Abläufe und Ursachen dieses Unfalls mit der gebotenen Eile ermittelt und an die Schiffer kommuniziert?

3. Wurden aus den Ergebnissen von 2 die nötigen Konsequenzen gezogen? Oder wurden, falls die Bearbeitung dieser Fragen, warum auch immer, länger dauerte und noch keine Ergebnisse vorlagen, die naheliegenden Vorsichtsmaßregeln getroffen?

4. War die Freigabe der Strecke für baugleiche TMS bei den herrschenden Verhältnissen (vor dem Unfall der TMS "Waldhof") trotz des beim Vorhochwasser aufgetreten Unfalls TMS "Svenja Reich" zu rechtfertigen? Haben die Alarmglocken in der Branche nicht schrill geläutet?

"Hinterher ist man immer schlauer" ist gemeinhin der Vorwurf an den, der solche Fragen stellt. Sind aber nicht gerade für präventives, sachgerechtes und zügiges Abarbeiten solcher Fragen Behörden geschaffen worden, zuständig und werden dort intern und extern Experten für die Sicherheit der Wasserwege, auch des Rheins, beschäftigt?

5. Wäre es nicht zwingend nötig TMS, deren Tanks keine Längsschotts aufweisen - vorübergehend, bis zur Klärung der genauen Umstände der Unfallursachen der TMS "Waldhof" - ab gewissen Strömungsgeschwindigkeiten und gewissen freien Oberflächen   vorsichtshalber   gewisse Streckenabschnitte (Flußschleifen des Gebirges - besonders bergab und in der Nacht) ab sofort nicht mehr fahren zu lassen? Sind nicht alle Beteiligten: Behörden, Versicherungen, Reedereien und Schiffer aller spätestens seit dem Unfall der TMS "Waldhof" dazu aufgerufen?

Da diese besonders kritischen Umstände nur selten vorliegen, hätte eine solche Beschränkung keine wirklich nennenswerten wirtschaftlichen Auswirkungen. Schon gar nicht, wenn sie für alle gilt.

Soweit ich Euch beobachtet habe, seid Ihr Leute mit Herz und Verstand. Wartet nicht auf das Handeln der Anderen.

Schiffer geht voran, 
macht eine freiwillige Selbstbeschränkung! 

Auch im Andenken und in Hochachtung derer, die nicht mehr leben.

Und wir, die nicht Schiffer sind, aber auch wegen der Schiffer besser leben können, sollten uns mit Ihnen bzw. ihrer Sache wohl begründet solidarisieren.


Etwas rheinaufwärts davon:
Schieferbrocken fein gespalten
Sticklung in einen Wulst gepresst
Etwas weiter rheinaufwärts einen Poller rasiert ...
... einen anderen touchiert

Ordentliche Steine frisch zerbrochen
Ob das Kabel dort schon früher vergraben wurde?
Dank EU-Gelder liebvoll  angebrachte Hektometerplakette wurde samt stumpfen Pyramidchen in den Boden gedrückt ...
und als Gleitlager mißbraucht (554,8)

Poller- und/oder 'Hektometer'schäden können bereits von der TMS "Svenja Reich" verursacht worden sein.

Verknüpfung zum Artikel TMS "Svenja Reich":

Loreley verhext Schiffer!
Schäden an der Uferpromenade zur Loreley.
Mahnung für die Neugestaltung des Hansenplatzes?

19.02.2011 Die TMS "Blandina" nähert sich dem durch die Kollision der TMS "Waldhof" aufgetürmten Steinwall.
                 Schiffer auf der Brücke erwidern den Handgruß und beäugen, ggf. durch den Autor darauf aufmerksam
                 geworden, die Stelle mit einem Fernglas (ebenso andere Schiffe).

19.02.2011 Schwarz: ein durch die TMS "Svenja Reich" tangierter Bereich. Ein zweiter liegt kurz oberhalb der
                 Wahrschauer 'Lotsenmuseum'. Rot: der Kollisionsbereich am Ufer durch die TMS "Waldhof"?

19.02.2011 Die TMS "Blandina" kurz nach Passage der durch die Kollision der TMS "Waldhof" aufgetürmten
                 Steine
   

   

20120706 Anmerkung der Redaktion: WIRDIEBUERGER versuchte damals von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest Einsicht in die Radaraufnahmen zu erhalten, um den Hergang des Unfalls fundiert zu rekonstruieren. Dies wurde wegen laufender staatsanwaltlicher Ermittlungen abgelehnt. Obwohl WIRDIEBUERGER die Ablehnung in keiner Weise als sachlich begründbar ansah, wurde auf weitere Verfolgung des Ansinnens nach etwas Tauziehen verzichtet. Dies vor allem deswegen, weil der amtlichen Klärung unter der Leitung von Herrn Michael Putzschke volles Vertrauen geschenkt wurde und es auf den Faktor Zeit nach der eigenen Beurteilung nicht wirklich anzukommen schien.

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Offenlegung: Alle WIR DIE BÜRGER Autoren und Diskussionsteilnehmer sind aufgerufen ihre Interessenlage, parteipolitischen Mitgliedschaften/Bindungen/Ämter und denkbaren Interessenskonflikte mit den jeweils behandelten Themen offenzulegen. Der Autor dieses Artikels erklärt, daß er direkt am Rheinufer in St. Goar wohnt. Außer der genüßlichen Beobachtung der Schiffe auf dem Rhein hat er mit Schiffahrt keine direkte Verbindung. Unter anderem sind ihm aber Physik und Chemie nicht völlig fremd. Er ist kein Mitglied einer politischen Partei. 

© 2010-2011 Wolf D. Zinck

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